Jugendfeuerwehr  und Aktive sind gemeinsam im Übungseinsatz

Hiddenhausen-Sundern. Feuer in einem Wohngebäude in Sundern. Drei Menschen werden vermisst. Vor diesem Szenario standen die Jugendfeuerwehr und die Aktiven des Löschzugs Schweicheln-Bermbeck am Freitag (21. März 2014). Stellvertretender Jugendwart Patrick Flachmeier hatte sich die Übungslage ausgedacht, die den Feuerwehrleuten einiges abverlangte.





Es ist 17:30 Uhr. Noch ahnt keiner der Jungfeuerwehrleute und aktiven Wehrleute, welche dramatische Situation gleich auf sie zukommen wird. Als die Drehleiter des Löschzugs Eilshausen am Gerätehaus Schweicheln-Bermbeck eintrifft, steigt die Spannung.  Nach einer kurzen Vorbesprechung geht es in den benachbarten Ortsteil Sundern, wo die Einsatzfahrzeuge auf einem Parkplatz in Bereitstellung gehen.

An der Siedlungsstraße, so die angenommene Lage, brennt es zu diesem Zeitpunkt in einem Einfamilienhaus. Die Flammen schlagen bereits aus dem Dachstuhl. Drei Bewohner werden noch im Gebäude vermutet. Umgehend rückt die erste Mannschaft vom Bereitstellungsraum ab und macht sich auf den Weg zur Einsatzstelle. Vor Ort hat Fabian Stadelmann, Jugendwart in Schweicheln-Bermbeck, die Einsatzleitung übernommen. Er teilt die Einsatzkräfte ein: Die vorrückenden Trupps bestehen immer aus einem Jugendlichen, der von einem erfahrenen aktiven Feuerwehrmann begleitet wird. Dichter Rauch, der von einer Nebelmaschine stammt, dringt aus dem Hauseingang. „Im Moment steht die Menschenrettung im Vordergrund“, sagt Fabian Stadelmann. Sowohl von der Straßen-, als auch von der Rückseite aus dringen die Feuerwehrleute, die sich mit Atemschutzgeräten ausgerüstet haben, in das Gebäude vor. Raum für Raum wird nach den Vermissten durchsucht. Schnell werden die Einsatzkräfte fündig. Sie tragen eine erste Person nach draußen, die über „Atemprobleme klagt“. Das Sanitätspersonal der Jugendfeuerwehr führt in sicherer Entfernung Erste-Hilfe-Maßnahmen durch. Unterstützung bekommt die Feuerwehrjugend vom Löschzug Eilshausen: Aus dem Korb der Drehleiter wird mit dem Wenderohr ein massiver Löschangriff auf das Dach vorgenommen.
 


Während der Großübung ist die Siedlungsstraße komplett gesperrt. Die BVO-Linienbusse werden umgeleitet. Einige Anwohner sind mit ihrem Nachwuchs gekommen. Sie haben sich rund um das Übungsobjekt verteilt und sind begeistert, wie gekonnt die  Jugendfeuerwehr  mit der modernen Technik umgehen kann und wie gut die Mädchen und Jungen während der Löscharbeiten mit den  aktiven Brandschützern harmonieren. Nach rund einer Stunde ist die Übung beendet.  Einsatzleiter Fabian Stadelmann und sein Stellvertreter Patrick Flachmeier sind mit dem Ablauf mehr als zufrieden: „Die vermissten Bewohner wurden schnell gerettet und die Brandbekämpfung war ebenfalls erfolgreich.“
Das eigentlich leer stehende Einfamilienhaus an der Siedlungsstraße war der Feuerwehr an diesem Abend von der Gemeindeverwaltung für die Übung zur Verfügung gestellt worden.  


                                                                                                           Von Fabian Stadelmann
                                                                                                           (Text u. Fotos)